Ratgeber

Was Managed Backup kostet: Rechenbeispiele für 5, 15 und 50 Arbeitsplätze

DeltaNEXT GmbH · 09. September 2026

Die Frage „Was kostet das?“ wird bei Backup selten direkt beantwortet. Anbieter verweisen auf ein Angebot, das eine Bestandsaufnahme voraussetzt, und am Ende steht eine Zahl, die sich mit nichts vergleichen lässt. Dabei ist die Rechnung nicht kompliziert, wenn man die Posten kennt.

Dieser Artikel zeigt, aus welchen Bausteinen der Preis eines betreuten Backups besteht, und rechnet drei typische Unternehmen durch. Alle Beträge sind unsere Listenpreise, netto je Monat, und werden aus derselben Quelle gerendert wie unsere Preisseite.

Die Posten, aus denen der Preis besteht

Ein betreutes Backup setzt sich aus drei Arten von Posten zusammen: dem, was gesichert wird, dem Speicher, in dem die Kopie liegt, und der Arbeit, die den Betrieb ausmacht. Bei uns ist der dritte Posten in den ersten beiden enthalten; andere Anbieter weisen ihn getrennt aus, was den Vergleich erschwert.

  • Je gesichertem System: ein physischer Server (59,00 €), eine virtuelle Maschine (24,00 €), ein NAS (39,00 €) oder ein Arbeitsplatz (12,00 €), jeweils je Monat.
  • Je Microsoft-365-Nutzer (5,90 €), mit unbegrenztem Speicher unter der Fair-Use-Richtlinie des Plattformherstellers.
  • Cloud-Speicher je belegtem Gigabyte (0,08 €), nach Deduplizierung und Kompression, im Rechenzentrum Frankfurt.
  • Enthalten: Einrichtung nach Sicherungsplan, tägliche Überwachung, Restore-Tests, Monatsbericht, Support zu Geschäftszeiten.

Der Speicher ist der Posten, den die meisten unterschätzen und der sich am besten steuern lässt. Ein Server mit einem Terabyte Daten belegt nach Deduplizierung und Kompression oft weniger, weil viele Dateien mehrfach vorkommen und Sicherungen aufeinander aufbauen. Wie viel genau, zeigt sich nach der ersten Vollsicherung; wir nennen vorher eine Spanne.

Beispiel 1: Fünf Arbeitsplätze, kein Server

Ein Beratungsbüro mit fünf Mitarbeitenden, alle Daten in Microsoft 365, auf den Notebooks liegen lokale Arbeitskopien und die Mailprofile. Es gibt keinen Server.

Gesichert werden fünf Arbeitsplätze und fünf Microsoft-365-Nutzer. Für die Arbeitsplatzsicherungen rechnen wir mit 250 Gigabyte belegtem Cloud-Speicher, der Microsoft-365-Speicher ist im Nutzerpreis enthalten. Ergebnis: 109,50 € je Monat netto.

Die Alternative, nur Microsoft 365 zu sichern und die Notebooks auszulassen, spart weniger als die Hälfte und lässt genau die Daten ungesichert, die nicht in der Cloud liegen: Auswertungen, Exporte, lokale Datenbanken der Fachprogramme.

Beispiel 2: Fünfzehn Arbeitsplätze, ein Server

Ein Handwerksbetrieb mit fünfzehn Arbeitsplätzen, einem physischen Server mit Warenwirtschaft und Dateiablage und Microsoft 365 für Mail und Kalender. Auf dem Server liegen rund 1,5 Terabyte Daten.

Gesichert werden fünfzehn Arbeitsplätze, ein Server, 1.500 Gigabyte Cloud-Speicher und fünfzehn Microsoft-365-Nutzer. Ergebnis: 447,50 € je Monat netto.

Der Speicher ist hier mit 120,00 € der größte Einzelposten. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Komplettpakete: Das Paket Backup + Notfallwiederherstellung Server enthält drei Terabyte Speicher und zusätzlich den Failover in die Cloud, für 129,00 € je Monat. Wer den Failover braucht, fährt damit günstiger; wer ihn nicht braucht, bleibt beim Einzelmodell.

Beispiel 3: Fünfzig Arbeitsplätze, zwei Server, vier VMs

Ein produzierendes Unternehmen mit fünfzig Arbeitsplätzen, zwei physischen Servern, vier virtuellen Maschinen auf einem Hyper-V-Host und Microsoft 365 für alle. Insgesamt rund sechs Terabyte Daten.

Im Einzelmodell: fünfzig Arbeitsplätze, zwei Server, vier VMs, 6.000 Gigabyte Cloud-Speicher und fünfzig Microsoft-365-Nutzer. Ergebnis: 1.589,00 € je Monat netto.

Im Paketmodell mit Backup + Notfallwiederherstellung für alle Systeme: fünfzig Arbeitsplätze mit je 300 Gigabyte, zwei Server mit je drei Terabyte, vier VMs mit je zwei Terabyte und fünfzig Microsoft-365-Nutzer. Ergebnis: 1.933,00 € je Monat netto, und die Notfallwiederherstellung ist enthalten.

Das Paketmodell ist hier teurer als das reine Backup, enthält aber den Failover für alle Systeme, der im Einzelmodell noch dazukäme. Für ein produzierendes Unternehmen, bei dem ein Serverausfall den Betrieb stoppt, ist das in der Regel die passende Rechnung. Die Regel dahinter: Je Unternehmen gilt eines der beiden Modelle, nicht beide gemischt.

Was den Preis nach oben oder unten bewegt

Vier Stellschrauben bestimmen, ob ein Backup am Ende teurer oder günstiger wird als die Beispiele.

  • Aufbewahrungsfrist: Je länger Sicherungen aufbewahrt werden, desto mehr Speicher belegen sie. Die Frist folgt aus rechtlichen Vorgaben und aus der Frage, wie lange ein Fehler unbemerkt bleiben kann.
  • Datenwachstum: Ein Dateiserver wächst, eine Datenbank auch. Ein Sicherungsplan sieht das vor; die Speicherkosten steigen dann mit, und der Monatsbericht zeigt es rechtzeitig.
  • Geo-Redundanz: Eine zweite Kopie in einem weiteren Rechenzentrum kostet 0,06 € zusätzlich je Gigabyte. Für die meisten Mittelständler ist eine Kopie in Frankfurt plus eine lokale Kopie ausreichend.
  • Wiederherstellungen über den Restore-Test hinaus werden nach Aufwand berechnet. Im Normalbetrieb kommt das selten vor; nach einem Vorfall ist es die Arbeit, die den Betrieb zurückbringt.

Wie Sie die eigene Rechnung aufstellen

Für eine erste Schätzung reichen vier Zahlen, die jede IT-Verantwortliche aus dem Kopf kennt oder in fünf Minuten nachsieht: die Zahl der Arbeitsplätze, die Zahl der physischen Server und virtuellen Maschinen, die Zahl der Microsoft-365-Nutzer mit eigenem Postfach und die Datenmenge auf den Servern in Gigabyte.

Multiplizieren Sie jede Zahl mit dem Preis je Einheit aus der Tabelle oben, und Sie haben den Monatsbetrag im Einzelmodell. Für das Paketmodell ersetzen Sie die Positionen für Server, VMs und Arbeitsplätze durch die Paketpreise und lassen den Speicher weg, so lange die Kontingente reichen. Liegt der Speicherbedarf deutlich über den Kontingenten, kommt der Anteil darüber je Gigabyte dazu.

Ein Punkt wird dabei gern vergessen: Server und VMs sind auch Geräte, die Endpoint-Schutz brauchen. Wer beides zusammen plant, zählt sie beim Schutz je Gerät mit. Auf der Preisseite rechnen die Beispielrechnungen genau das durch.

Was nicht im Preis steckt und trotzdem zählt

Ein Backup kostet auch dann, wenn man keines hat. Die Rechnung dafür kommt nur unregelmäßig und ist dann hoch: Tage ohne Warenwirtschaft, Nachbearbeitung verlorener Buchungen, im schlechtesten Fall ein Lösegeld. Wer diese Posten gegen einen Monatsbetrag stellt, hat die einzige Rechnung, die in der IT-Sicherheit wirklich zählt.

Wir nennen deshalb keine Prozentzahlen über die Wahrscheinlichkeit von Vorfällen; die Studien dazu sind so unterschiedlich wie die Unternehmen. Ein ehrlicher Blick auf die eigene Umgebung reicht: Wie lange könnte der Betrieb ohne den Server arbeiten, und was würde das kosten?

Fazit

Ein betreutes Backup kostet für ein kleines Büro einen Betrag, den niemand im Budget suchen muss, und für ein produzierendes Unternehmen mit fünfzig Arbeitsplätzen einen Betrag, der neben den Kosten eines einzigen Ausfalltags klein ist. Die Posten sind überschaubar, die Beispiele lassen sich auf die eigene Umgebung übertragen.

Alle hier genannten Beträge sind Listenpreise netto je Monat und stehen so auch auf unserer Preisseite. Wer die Rechnung für die eigene Umgebung haben möchte, braucht uns nur die Anzahl der Arbeitsplätze, Server und Nutzer zu nennen.

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